mauerunkraut (RN)
mauerunkraut@troet.cafe
<p>Studierte Krankenpflegerin<br />Oh, ein Gedanke. Gleichmal tröten.</p>
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@energisch_ Ich finde an Drastik sollten wir nicht sparen. Wer nicht mehr leistungsfähig ist wird aussortiert, wer sich um sie kümmert, gleich mit. Und da das Elend ins Private gedrängt wird, sieht es niemand. Zustände in den Pflegeheimen kennt jeder. Zustände zu Hause will man sich nicht vorstellen.
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Pflegerisiko, das: - das Risiko pflegebedürftig zu werden? - das Risiko gepflegt zu werden? - das Risiko pflegen zu müssen? - das Armutsrisiko aufgrund von Pflegebedürftigkeit? - das Armutsrisiko aufgrund der Sorge für eine anderen Person?
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10-15 Jahre nach „Schulversager, Arbeitslose, Flüchtlinge ab in die Pflege“ haben diese Erfolgsgeschichten à la „vom Schulversager zum Superpfleger“ leider a bissi a Gschmäckle.
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Die Schüler*innen gehen übrigens nicht gegen Elterntaxis auf die Straße.
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Shampoohersteller: „Aus Pflege wird Persönlichkeit.“
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Nein, lieber Handwerker, du bist nicht schlauer als die Soziologiestudierenden, weil du nach deinem Hauptschulabschluss eine Lehre und dann Meister gemacht hast und nun mit deinem eigenen Betrieb gut verdienst. Du hast das Beste aus deinen Möglichkeiten gemacht. Nicht weniger, aber halt auch nicht mehr.
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Können wir uns nicht nur, aber gerade aufgrund des Rechtsrucks daran erinnern, warum man in der Gesundheitspolitik keine „ergebnisoffenen Vorschläge“, keine „Reformvorschläge ohne politische Festlegung“ und keine „Vorschläge ohne Schere im Kopf“ fordern sollte?
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Vor einer Weile ärgerte sich eine Assistenzärztin über eine Patientin, die, nachdem wir beide uns einen ganzen Nachmittag intensiv um sie gekümmert haben, dem Chefarzt sagte, es ginge ihr „beschissen“. Natürlich habe ich sie beruhigt, dass sie das nicht als Kritik an sie auffassen muss, dass Patient*innen oft je nach Person unterschiedliche Beschwerden kommunizieren usw. Und naja, ich bin jetzt wohl in DIESEM Alter.
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Warum man beim Wort „stärken“ Politiker bedrängen sollte zu sagen, was sie damit meinen: „Pflegende Angehörige stärken“, muss nämlich nicht bedeuten, dass sie finanziell besser abgesichert werden, oder durch mehr Dienstleistungen entlastet werden. Es kann offenkundig auch bedeuten, dass Angehörige mehr zu Hause leisten, zum Beispiel in Form von Leistungsentzug.
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Klar kann man kritisieren, dass der Pflegeberuf in dieser Pflegestrukturkommission politisch mal wieder ausgeklammert wird. Andererseits (ich überlege laut): Würde man Leistungskürzungen damit verhindern? Oder würde man sich nicht sogar noch zum Feigenblatt machen, mit dem die Kürzungen gerechtfertigt werden? Würde man nicht in die Falle tappen, gewisse Kompromisse mittragen zu müssen. Repräsentanz ist nicht alles.
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Lokalzeitung berichtet über einen Fachpfleger der schweren Herzens überlegt, seinen Beruf aufzugeben, um sich um seine Mutter kümmern. Kommentar: „Wie toll, dass er seinen Beruf für seine Mutter aufgibt, das sollte selbstverständlich sein 😍😍😍“ Romantisierung von Unterversorgung und emotionaler Erpressung.
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Bei der Einführung der Pflegeversicherung nannte man pflegende Angehörige „Stille Samariter“, heute nennt man sie „Helden des Alltags“ Und bei all diesen Heiligsprechungen geht es ausschließlich darum, Versorgungsfragen ins Familiäre zu drängen und Frauen ans Pflegebett zu ketten.
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Pflegende Angehörige: „Ohne uns bricht das Pflegesystem zusammen!!!“ Politik: „Jaja, wir sagten doch schon, ihr seid Helden des Alltags und eure Arbeit ist von unschätzbarem Wert 🙏🙏🙏“
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Nach 45 Beitragsjahren in Rente, aber Erziehungs- und sog. Pflegezeiten sollen davon ausdrücklich ausgenommen werden. (Vorschlag Union) Und ich möchte bitte, dass wir anhand dieser Meldung endlich anerkennen: All die Beschwörungen über die Wichtigkeit der Familie, der hohen Bedeutung von Familienwerten von konservativer Seite sind nichts anderes als Volksverarschung.
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RE: https://troet.cafe/@mauerunkraut/117483011100763702 Ist ja schön, dass man mittlerweile erkennt, dass sowas überwiegend Frauen treffen wird. Es ist aber halt kein reines Frauenthema. Es trifft ja noch nicht mal alle Frauen gleichermaßen. Rich Moms haben damit zum Beispiel kein Problem.
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„Pflegende Angehörige sind unverzichtbar für unsere Gesellschaft.“ Nur dass ihr versteht: ihr und eure unbezahlte Arbeit seid eingepreist.
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Verbreitet ruhig weiter, dass Eltern sich krank melden, um ihre Kinder wegen reduzierter Kindkranktage zu betreuen. Generalverdacht ist genau das, was berufstätige Eltern nach all den Kürzungen noch gebrauchen können.
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Süß. Pflegeinfluencerinsta hat „Doc“Alina entdeckt.
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„Es wir immer teurer den Kindsunterhalt säumiger Elternteile vorzustrecken, was machen wir denn da?“ 🤔 💡 „Ich habs! Wir strecken einfach weniger Unterhalt für die Kinder vor!“ „Genial! 🤩“
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Ich wünsche Krankenhäusern und Praxen und dem gesamten Gesundheitspersonal den Mut, die politischen Entscheidungsträger der GKV-Kürzungen so zu behandeln wie jeden anderen gesetzlich Versicherten.
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Betroffenheitspost auf Insta: Osteuropäische Hausangestellten kommen bei 24/7-Arrangements gar nicht mal so gut weg. „Ist das gerecht?“, fragt die Redaktion hinter dem Post und ich frage mich, was man denn glaubt, wie diese Arrangements funktionieren und warum man ausgerechnet auf Ausländer*innen zurückgreift. Weil Osteuropäer*innen einfach voll gern Deutsche/Österreicher*innen 24/7 rundum versorgen?
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„Pfleger hört die Signale“ Wie ich Patienten erkläre, dass wir die Monitoralarme auch dann hören, wenn wir nicht im Zimmer sind.
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Natürlich ist zu diskutieren, ob die Familienversicherung ausgerechnet am Trauschein hängen sollte. Ihr seht aber hoffentlich, dass das Ziel nicht die Emanzipation der Ehefrauen oder die Aufwertung alternativer Familienmodelle ist.